Training Base


Es ist diese eine, magische Woche im Frühjahr. Das Thermometer klettert erstmals sogar deutlich über 12 Grad, die Vögel zwitschern die Champions-League-Hymne und plötzlich mutiert jeder von uns zum Outdoor-Junkie. Wir stürmen nach draussen, die kurze Hose sitzt (okay, sie spannt ein bisschen, aber wir nennen es „Kompression“), und wir saugen das Vitamin D auf, als gäbe es kein Morgen.
Aber wir kennen das Spiel; wir sind ja nicht naiv. Während wir das Trainieren draussen geniessen, schielen wir nervös auf die Wetter-App. Wann braut sich wieder was zusammen. Irgendwann wird uns doch wieder dieses eklige Grau-Nass, das eher nach „Sibirien-Express“ als nach „Frühlingsgefühlen“ aussieht, auf den Boden der Realität zurückholen; leider.
Aber ich bin gerüstet und habe einen Rettungsanker in Form meiner neuen Interim Training Base; ein Rückzugsort, während draussen die meteorologische Apokalypse droht.
Kein Regen im Nacken, kein Schneematsch in den Schuhen. Während die anderen draussen bei 3 Grad und Nieselregen versuchen, ihre Motivation im Matsch zu finden, ziehst du dein Programm durch, als wäre nichts gewesen.
Eine Übergangslösung, die dich davor bewahrt, beim nächsten Kälteeinbruch frustriert die Laufschuhe gegen Netflix & Chips einzutauschen.
Geniesse die Sonne, solange sie da ist – aber sei froh, dass dein neues „Hauptquartier“ bereitsteht, wenn Petrus wieder beschliesst, dass wir alle noch ein bisschen leiden müssen!



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