Gute Zeiten - Schlechte Zeiten


Geduld ist bekanntlich keine Tugend von Triathleten.
Wenn allerdings eine Erkältung nach mittlerweile über vier Wochen immer noch hartnäckiger ist als der letzte Anstieg auf der Radstrecke, dann darf man die Ungeduld durchaus verstehen.
Die ewige Gretchenfrage: Trainieren oder pausieren? Der Kopf sagt: „Der Marathon ist in zwei Wochen! Du musst laufen!“ Der Körper goutiert diesen Effort allerdings nur bedingt; ob das Training nun mehr geholfen als geschadet hat ist daher fraglich.
Vernünftig wäre es vermutlich, einfach mal ein paar Tage gar nichts zu tun. Also wirklich gar nichts. Kein „lockeres Läufchen“, kein „nur kurz aufs Rad“. Einfach Ruhe. Füße hoch. Erkältung raus.
Aber nein – das schlechte Gewissen meldet sich natürlich zuverlässig. Also werden doch wieder ein paar Einheiten eingeschoben. Mehr schlecht als recht aber immerhin… irgendwas gemacht.
Bis Anfang Juli ist ja sicherlich noch genug Zeit, die verpassten Einheiten nachzuholen. Trainingspläne sind schließlich geduldig – im Gegensatz zu Triathleten. Aber bis zum Marathon wird’s langsam eng, um wirklich wieder fit am Start zu stehen.
Schlecht vorbereitet in einen Marathon zu starten ist zwar doof; aber kränklich hingegen ist nicht heldenhaft, sondern einfach eine noch doofere Idee!
Es gibt viele Marathons – aber du hast nur einen Körper und der ist kein Wegwerfartikel aus dem Triathlon-Shop.



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