Unten ohne…
- rerippstein

- 9. Apr.
- 2 Min. Lesezeit

Das Frühlingswetter ist pünktlich mit dem Osterhasen zurückgekommen, was den restlichen Schnee wie auch die Schokohasen in der Sonne schmelzen lässt. So langsam kann man sich wieder kurz-kurz oder lang-kurz aufs Rennrad wagen. Nur ja nicht kurz-lang, was einem gravierenden Verstoss gegen die Regeln der Velominati gleichkäme! Spätestens jetzt gehören also wieder glatt rasierte Beine zum guten Ton auf dem Carbon-Hobel.
Da stellt sich natürlich für den Laien die Frage, warum Man sich unnötigerweise solch intensiver Körperpflege hingibt?
Bessere Aerodynamik
Glatte Beine erzeugen weniger Luftwiderstand; zwar nur gering weniger, aber doch messbar was über lange Distanzen Zeit spart. Ob dies allerdings nebst der Front-Silhouette eines vollschlanken Hobby-Triathleten noch ins Gewicht fällt, bleibe dahingestellt.
Seit jeher sind Triathleten aber sehr empfänglich, wenn es um innovative und wissenschaftliche bewiesene Leistungsverbesserungen geht. Man denke nur zurück, wer vor einigen Jahren die bunten Kompressionsstrümpfe im Laufsport salonfähig gemacht hat.
Wundversorgung nach Stürzen
Stürze passieren – vor allem beim Radfahren.
Ohne Haare lassen sich Schürfwunden leichter reinigen, Pflaster und Verbände halten besser, weniger Risiko für Infektionen.
Eher ein unschönes Thema das man niemandem wünscht. Allerdings gibt es nur zwei Arten von Radfahrern. Diejenigen die schon gestürzt sind oder diejenigen die noch stürzen werden.
Massage & Regeneration
Immer wieder schön, wenn man in den Genuss kommt. Ist mit rasierten Beinen einfach angenehmer. Für den der massiert wird, wie auch für diejenige die massiert.
Muskeldefinition sichtbar
Das ist eher ein „Bonus“. Die Muskeln wirken definierter, was als motivierend oder „professionell“ empfunden wird. Und das Auge fährt ja schliesslich mit.
Tradition & Gruppenzugehörigkeit
Wie das Edelweiss Hemd zum Schwingsport, gehören rasierte Beine einfach zum Triathlon und Radfahren; wie es Regel #33 der Velominati etikettiert.
In letzter Zeit habe ich allerdings eine bedenkliche Entwicklung festgestellt. Immer mehr «Unrasierte» stellen sich an die Startlinie eines Triathlons, was ein klarer Verstoss gegen den «Kodex» ist! Die Konsequenz für den verlorenen Sohn; wer behaarte Beine hat und nicht aussergewöhnlich stark fährt, riskiert, als „Hippie“ ohne Ernsthaftigkeit für den Sport angesehen zu werden.
Somit sollten also alle Fragen oder Zweifel zum Thema «unten ohne» ausgeräumt sein.



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